Samstag, 3. Juni 2006

Sakrileg - Der Da-Vinci-Code

Gestern war ich mit schwesterlein at the movies... das erste Mal seit 3 Jahren. "Sakrileg" war angesagt.


Erst mal war das Kino eine Überaschung: Seit meinem letzten Besuch umgebaut, machte es schon fast einen amerikanischen Eindruck. Und stellt euch vor: Es gibt tatsächlich 1-l-Pappbecher für Mineralwassser *staun*


Zum Film:


Hmmm... Ich hab das Buch vor 3 Jahren auf Englisch gelesen, es war schon so, wie ich mich erinnert habe... Hanks war ok, aber diese Französin??? Kann die noch was anderes als Schmollschnute ziehen? Silas war mir zu verzweifelt, warum sollte er das sein, schließlich wurde ihm doch eingeflüstert, Gottes Werk zu tun.


Was mit gut gefallen hat, waren die optischen Tricks, vor allem.... (Achtung! nicht weiterlesen, wenn du den Film noch sehen willst!)


DIe kurzen Rückblenden in die Vergangeheit sowie die Stellen wo Langdon imaginiert. Wirklich gut gemacht.


Nächste Woche gehen wir in "X-Men 3 - Der letzte Widerstand". Da hab ich schon ein Abo drauf *fg*

Kommentare:

classless hat gesagt…

Daß ein derart fundamentaler Angriff auf die Vermittlung mit derart plumpen Mitteln funktionieren kann, weist darauf hin, wie groß die Gefahr massenhafter Verbreitung von Verschwörungstheorien derzeit ist. Daß vieles in Buch und Film keinen rechten Sinn ergibt, daß die Rätsel alle sehr ähnliche Lösungen haben, daß Opus Dei als Reaktion auf die einsetzende Flut von Drohungen und Verdächtigungen maximale Transparenz praktiziert - all das wirkt dank verschwörungstheoretischer Aufbereitung eher noch unterstützend.

http:/myblog.de/classless/art/3692244

Nimue Sionnach hat gesagt…

Ich denke, du maßt Film wie Buch zuviel Bedeutung zu... Wer so dumm ist, alles für bare Münze zu nehmen, was DB da (zu allem Überfluß auch noch schlecht geschrieben) zusammen gekocht hat, wir auf deine Spam-artigen Warnversuche eh nicht reagieren.

Über Verschwörungstheorien mußt du mir nichts erzählen, die sind seit 25 Jahren mein Hobby.

PS: Ich geh nächste Woche in X-Men, lass dir schon mal was einfallen.

PPS: Du solltest die Blogs, die du dir zusammen googlest auch lesen.

Valerian hat gesagt…

Das Schöne an der Sache ist gerade: alles, was aus dieser Zeit stammt ist "Theorie".
Das es weit mehr als nur vier Evangelien gibt, ist hinreichend bekannt. Die Bibel wurde zusammengestellt. Auch das ist unbestritten.

Über die Theorie, daß Maria Jungfrau war, als sie Jesus gebar, brauchen wir uns wohl nicht zu unterhalten.
Ich finde die Denkansätze, die Brown liefert, sehr interessant: war Jesus verheiratet? Hatte er Kinder? Bei einem Mann in seinem Alter und in dem Kulturkreis ist das hochwahrscheinlich - schon allein aus logischer Überlegung heraus.

Es könnte so gewesen sein. Daß es nicht so war, weil es in der Bibel steht (s.o.) ist kein Argument. Im Prinzip ist die Bibel auch "nur" eine Geschichte - und die Perspektiven aus der sie erzählt wird, wurden genau so sorgfältig ausgefählt, wie Dan Brown das für sein Buch tat...

Der Glaube ist eine Angelegenheit des Herzens, nicht des Verstandes. Daher schreien jetzt alle auf. Das SAKRILEG ist wirklich eines geworden. Das ist ungemein spannend. Ein durchschnittlich geschriebenes Buch erregt die Gemüter, weil es mit der Vorstellungskraft spielt - und weil es Behauptungen aufstellt, die z.T. durchaus nachvollziehbar, und kaum zu widerlegen sind.

Bei Religion geht es um MACHT. Nicht umsonst ist der Papst "unfehlbar". Werden berechtigte Zweifel am Neuen Testament laut, beginnen die Menschen nachzudenken, zu zweifeln, schwindet diese Macht.
Wer darin eine Gefahr sieht, gesteht den Menschen kein eigenständiges Denken zu.
Wer wirklich glaubt, kann die Diskussion aufnehmen, statt mit leeren Phrasen - und mit der Bibel - um sich zu werfen.

Letztendlich läßt sich nicht beweisen. Ich persönlich finde es wahrscheinlich, daß Jesus verheiratet war, daß er Kinder hatte. Leichter auf jeden Fall, als die Speisung der 5000 oder das Wandern auf dem Wasser etc.
Die Kirche leugnet dies natürlich, denn dann wäre er mehr Mensch als Gott - aber gerade dann könnte man ihm leichter folgen.
Denn dann wäre er wirklich einer von uns gewesen. Nicht entrückt, aber besonders. Ein besonderer MENSCH, ein Vorbild.
Der Gedanke gefällt mir.

Nimue Sionnach hat gesagt…

Interessant, welche Wogen ein einfacher Kinobesuch von mir schlägt.... ;-)

Zu Dan Brown:

Diese Thesen gibt es schon wesentlich länger als den Autor, ich hab zb. bei Peter Berling "Das Blut der Könige" gelesen.

Mich hat ehlich gesagt der Hype erstaunt, der durch die Gazetten und die Privatsender tobt, bei Harry Potter hat schließlich auch niemand eine Grundsatzdiskussion über Magie angefangen (jedenfalls habe ich keine mitbekommen).

Loitz, das ist ein ROMAN, kein Tatsachenbericht. Und von der Qualität her sicher nicht besser als Barbara Cartland (das ist meine persönlich Meinung).

Was Jesus angeht, es ist mir pustekuchen egal, ob und wieviele Kinder er hatte. Seine Philosophie ist im Grundsatz gut. Was die "Verwaltung" daraus gemacht hat, steht auf einem anderen Blatt und geht mich schon lange nichts mehr an, da ich dem Verein nicht mehr angehöre. Und zwar seit dem Tag, an dem ich realisiert habe, was der Satz " ich glaube an die die heilige katholische Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen," bedeutet. Damals habe ich beschlossen, daß ich für meinen Glauben weder Verwaltung noch Vermittler brauche.

Und glaubt mir, ich habe mir meinen Glauben hart erkämpft, ich habe mit Gott gestritten, ich habe gezweifelt, bin verzweifelt und habe ihn doch immer behalten. Nur daß ich inzwischen einen anderen Weg dazu gefunden habe.

Also entspannt euch, es wird nie eine Aufklärung geben, was nun wahr oder unwahr ist. Und was diese Vereinigung angeht, die eine zentrale Rolle spielt (ich meine nicht die Priorei), es gab immer und wird immer Menschen geben, die soetwas brauchen, warum auch immer. Nimmt man ihnen das "Werk Gottes" kommt etwas anderes.

So sind die Menschen nun mal.... *soifz*

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